Dienstag, 12. Mai 2009

Todesangst und Kieferbruch

Wo soll ich nur anfangen die Geschichte der letzten Stunden zu erzählen?

Ich hörte wie sich im Nebenraum mein großer Hund und meine Katze um den Fressnapf meines kleinen Hundes stritten. Sie war immer sehr frech, was dies betraf und ging immer wieder an den Napf, egal wie of ich sie warnte oder aber der Hund sie anknurrte. Daher hatte ich sie auch immer getrennt gefüttert, wie auch an diesem Tag. Leider hatte ich nicht mitbekommen, wie sich Pauline ins Nebenzimmer zu den Hundenäpfen schlich.

Nach einem Knall, kam Pauline mit einem Mal um die Ecke gefetzt, Hund bellend hinterher. Ich dachte, na ja haben sie sich mal wieder gestritten, weil Pauline nicht vom Napf lassen kann und hab noch gesagt, "jetzt ist mal Ruhe ich will zu Ende kochen"...

Plötzlich fängt Pauline an so komisch zu röchel und zu würgen. Als ich dann hinter den Sessel schaute wo sie saß, hielt sie den Kopf komisch schräg, würgte die ganze Zeit und strich sich mit der Pfote über die Backe als wolle sie sich da was rausholen und die Zunge hing ihr seitlich aus der Backe Voller Panik packte ich sie ein und fuhr mit 150 Sachen, ein Wunder dass ich keinen Unfall hatte, zum Tierarzt. Zwischendrin fing sie an zu hyperventilieren und ich dachte voller Todesangst ihre letzte Stunde hat geschlagen. Beim Tierarzt war ihr Kreislauf dann einigermaßen stabil und als er sie sich näher anschaute , sprach er den Verdacht eines Kieferbruches aus.

Also ab zum Röntgen und danach sagte mir der Arzt, nein so wie es ausschaut, ist es NUR ausgerenkt, genaues kann er dann erst bei der OP sagen.... Ich bin dann gegen 20 Uhr nach Hause, als sie mit der OP anfingen. Also Narkose, einrenken und dann dauert es ca 1 - 1,5 Stunden bis sie wieder richtig wach ist, also solle ich mich so auf 21:30 Uhr auf einen Anruf einstellen. Gerade eben um 22:20 Uhr klingelt das Telefon...meine Kleine hat einen mehrfachen Kiefertrümmer- bzw. Splitterbruch (der aber definitiv nicht vom Hund verursacht wurde, sondern sie ist wohl irgendwo mit voller Wucht gegen eine Kante geprallt beim Abhauen o.ä.) und wird noch immer operiert.

Nun wird der gesamte Kiefer geschient, 3 Drähte gehen nach außen und werde dann außen wieder fest mit einer Art Knetgummimasse fiziert. So wie bei einem Menschen, wenn Schrauben nach außen hin weitergehen und dort fixiert werden mit einer Platte. Morgen Früh rufen Sie mich wieder an, wie es ihr geht, wann ich sie abholen kann und wir werden besprechen wie es weitergeht. Mein Spruch "Glück im Unglück" hatte ich wohl zu Früh geäußert...

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